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Mittwoch, 8. Januar 2014

Feiertags- und Stricknachtrag.

Schwups, ist das Jahr 2013 um. Gerade bin ich dabei die ganzen Weihnachtssachen alle wieder im Haus zusammenzusuchen und zu verstauen, eine Arbeit, die ich wirklich nicht ausstehen kann. Dekorieren ist so viel schöner. Der Weihnachtsbaum ist schon am Sonntag rausgeflogen. Da konnte mein Mann mit unserer kleinen Emilia nachmittags schön einen Spaziergang machen, während ich den Baum abschmückte, ohne das zwei kleine Patschehändchen mir dazwischenfunkten. ;-) Mir ist jetzt erst aufgefallen, dass ich dieses Jahr gar kein schönes Foto von unserem Baum gemacht habe - ausgerechnet dieses Jahr, wo er doch wirklich ein Traum von einer Nordmanntanne war. Das hier ist das einzige, und ich habe es aus dem Sitzen vom Boden aus aufgenommen. Was man hier leider überhaupt nicht sieht: so einen gleichmäßig gewachsenen Baum hatten wir bisher noch nie. Ab jetzt liegt er schon traurig auf unserer Terrasse und wartet darauf, dass ich ihn zerschnippel, auf dass die Rosen ihren Winterschutz bekommen.

Die Weihnachtstage haben wir sehr geruhsam zu dritt verbracht. Das Christkind hat Emilia reich, aber mit Bedacht beschenkt. Es gab ein Fotoalbum, ein Bilderbuch über den Besuch im Zoo, einen Holzelefanten auf Rädern vom Stader Weihnachtsmarkt, die schon im letzten Post erwähnte Puppe Krümel und einen Bademantel von den einen und Geld für das Sparkonto und ein Buch über Feen von den anderen Großeeltern, ein Holzsteckspiel vom einen und eine Holzeisenbahn vom anderen Onkel. Das tollste Weihnachtsgeschenk war aber der Namenszettel, der außen an einem der Geschenke hing. Den wollte Emilia gar nicht mehr hergeben. :-D

Unterdessen habe ich über die freien Tage auch viel Zeit zum Stricken gehabt, da mein Mann die ganze Zeit Urlaub hatte und sich so ausgiebig um Emilia kümmern und mit ihr Spielen konnte.

Auf diese Weise sind über die letzten 2 Monate entstanden:

- zwei Rüschenschals (einer beige wie links abgebildet, einer schwarz)
für meine Mama und meine Schwiegermama
- eine Bommelmütze
- Socken für Emilia

- diverse kleinere "Projekte" wie Herzchen- oder Sternanhänger



- Mein Hauptprojekt von Ende November bis Weihnachten: Socken für meinen Mann

Und zwischen durch noch schnell:

 - Armstulpen für mich

- eine XXL-Beanie Mütze für mich



- ein Loopschal für mich

Ja, ich bin stricksüchtig, ich bekenne mich hier und jetzt öffentlich dazu. ;-) Allerdings hat die ganze Strickerei nun mit dem Einzug des Alltags wieder abrupt einen Dämpfer bekommen. Da Emmi bei Oma und Opa über Neujahr rund um die Uhr Unterhaltung hatte, ist sie davon natürlich noch ziemlich verwöhnt und quengelt viel, wenn nicht ständig Action ist. Ich ignoriere sie einen Großteil der Zeit, aber spätestens am Nachmittag funktioniert das dann nicht mehr. Es braucht einfach seine Zeit, bis sie wieder gewohnt ist, sich auch mal eine Weile selbst zu beschäftigen. Das wird schon, da bin ich mir sicher, aber nach solch einem nicht gerade stressfreien Tag habe ich zur Zeit abends kaum noch Lust zu stricken. Ich liege dann viel lieber faul auf der Couch und schaue fern. Heute abend werde ich mich dann aber doch endlich mal wieder aufraffen und die zweite meiner um Neujahr angefangenen Socken beginnen - ein Eigenentwurf, basierend auf einem Muster aus einem uralten Strickheft, dass schon meiner Oma gehörte.



Wenn ich nicht bald die zweite Socke anfange, befürchte ich, dass ich dieses Projekt ansonsten wieder ewig vor mir herschiebe. Außerdem habe ich bereits sooo viele tolle neue Ideen gesammelt und neue Wolle im Urlaub gekauft, die schon sehnlichst darauf wartet, gestrickt zu werden. ;-)

Liebe Grüße,

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Mittwoch, 4. Dezember 2013

Weihnachtsvorfreuden.

Zwischen Wickeln, Füttern, Vorlesen, Spielen, Einkaufen und Spazierenfahren stecke ich gerade nebenbei auch noch mitten in den Weihnachtsvorbereitungen. Zwar werden wir dieses Mal "nur" zur dritt, also im ganz kleinen Familienkreis feiern, aber ein wenig hübsch soll es ja schon aussehen, und Geschenke besorgen bzw. machen sich ja auch nicht von alleine. ;-) Dabei liegt natürlich das Hauptaugenmerk auf Emilia, was aber nicht heißt, dass sie mit Geschenken überschüttet werden soll, im Gegenteil! Eine sorgfältige Auswahl von wenigen, dafür wirklich wertigen, pädagogisch sinnvollen Geschenken dauert eben einfach länger als drauf loszukaufen.

Mittlerweile habe ich eigentlich auch schon alles zusammen, aber dann kommt mir immer mal wieder noch die ein oder andere Idee - so geschehen vor einigen Tagen. Oma und Opa haben dem Christkind aufgetragen, Emilia eine Plüschpuppe namens "Krümel" zu schenken. Ja, die von Jako-o (ohne hier Schleichwerbung machen zu wollen ;-D). Da sie nur in einem Body und einem zusätzlich bestellten Fleeceoverall daherkam, waren die kleinen Füßchen ganz nackig, und da dachte ich mir: "Der kleine Kerl braucht doch dringend Socken!" Und zwar nicht irgendwelche, nein, die gleichen, die Emilia zu ihrem ersten Geburtstag bekommen hat - aus der gleichen Wolle. Sogar das Muster ist zufällig ähnlich geworden, da ich genau an der Stelle des Musters die letzte Socke beendet habe, wo ich sie auch begonnen habe. Und natürlich durften die Stopper-Socken-Noppen mit der "1" ebenfalls nicht fehlen. ;-)



Und dann fiel mir auch noch beim Wühlen in meinem Wollkorb ein angefangenes Strickbündchen in die Hände, das, wie sich im Nachhinein herausstellte, meine vor vielen Jahren bereits verstorbene Oma gestrickt hatte. Es passte wie angegossen über Krümels Kopf! Und was fand ich da noch in diesem Wunderkorb? Eine rote Wolle, die etwa dieselbe Dicke wie die Bündchenwolle hatte und farblich perfekt zu Krümels rotem Anzug passt. Zufall? Egal. Die Mütze ist jedenfalls auch schon fertig!



Manch einer wird sich vielleicht denken: "Die spinnt doch! Das bekommt so ein Baby doch alles noch gar nicht mit." Vielleicht! Aber weiß man es sicher? Und selbst wenn nicht, schließlich habe ich persönlich auch was davon: pure, wohlig warme, kuschelig weiche Vorfreude! Und das Schöne am Stricken für so eine Puppe: man ist ruckzuck fertig! Eine komplette Socke an einem einzigen Fernsehabend ist ziemlich gut für's Ego. :-D


Liebe Grüße und euch ebenfalls eine kuschelige Adventszeit, 

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Dienstag, 6. November 2012

Christstollen

Jetzt ist es wieder allerhöchste Zeit, Stollen zu backen. Bis zum ersten Advent sind es gerade mal noch 3 Wochen, und die braucht so ein Prachtstück auch, um richtig schön durchzuziehen und saftig zu werden.
Am Sonntag habe ich mich deshalb ans Werk gemacht, denn selbst gebacken schmeckt's doch einfach am besten. :-) Und vor allem weiß man was drin ist! An dieser Stelle deshalb auch ein Ratschlag: Bitte nur die besten Zutaten verwenden und nicht am falschen Ende sparen.

Nun aber endlich das Rezept:

Zutaten: (für 3 große oder 4 mittlere Stollen)
  • 2 Würfel Hefe (ca. 80g)
  • 1kg Mehl + etw. Mehl für die Arbeitsfläche
  • 170ml Milch
  • 500g Butter, zimmerwarm
  • 250g Butter, flüssig (zum Bestreichen)
  • 400g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 2 Zitronen, unbehandelt, davon die geriebene Schale
  • 500g Rosinen
  • 200g Mandelstifte
  • 80g Orangeat
  • 80g Zitronat
  • 120ml Rum (dunkler)
  • 3 EL Vanillezucker
  • 1 Pck. Puderzucker (zum Bestäuben)
  • 1/2 Fläschchen Bittermandelaroma
  • je 1 gestr. Espressolöffel gemahlenen Kardamom, Zimt, Nelke und Muskatblüte
  • 1 Vanilleschote, davon das Mark
Außerdem: Backpapier, 1 Rolle Alufolie


Vorab ein paar Tipps:
  1. Wichtig: Viel Zeit, am besten einen freien Tag am Wochenende einplanen. Stollen kann man nicht mal schnell zwischen Tür und Angel backen.
  2. 1-2 Tage zuvor Rosinen, Orangeat und Zitronat in eine Schüssel geben und mit dem Rum mischen. Ein paar mal am Tag verrühren, oder wenn ein fest schließender Deckel auf der Schüssel ist, einfach gut durchschütteln.
  3. Alle gekühlten Zutaten mind. 6 Stunden vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und bei Zimmertemperatur lagern.
Zubereitung:

Sämtliche Zutaten abwiegen und bereitstellen. Die Rumfrüchte in einem Sieb abtropfen lassen.

Gute Vorbereitung = halb so viel Stress!

Mehl in eine sehr große Schüssel oder auf die Arbeitsfläche sieben...


... 500g Butter in Flocken...


... Zucker, Vanillezucker und Salz zugeben.


Die Milch lauwarm erwärmen (nicht über 40°C), Hefe hineinbröseln und mit einer Gabel gut verrühren, bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben.


Zur Mehl-Butter-Zucker-Salz-Mischung geben.

Optisch nicht sonderlich appetitlich, gehört aber so.

Alles ca. 20 Min. zu einem geschmeidigen, glänzenden Teig verkneten.

Was für eine herrliche Sauerei :-)

Der Teig muss sich gut vom Schüsselrand oder der Arbeitsfläche lösen ohne anzukleben.


Den Teig in einer mit Deckel veschlossenen oder mit einem feuchten Küchentuch abgedeckten Schüssel an einem warmen Ort 1/2 h gehen lassen.

Währenddessen die Mandelstifte in einer beschichteten Pfanne (ohne Fett!) ganz leicht anrösten, bis sie duften. Die Rumfrüchte mit ein wenig Mehl bestäuben und mit den abgekühlten Mandeln, geriebener Zitronenschale, Bittermandelaroma und allen Gewürzen mischen.

Welch ein unwiderstehlicher Duft!

Nach der Gehzeit die Frucht-Mandel-Mischung zügig unter den Teig kneten und nochmals zugedeckt 30 Min. gehen lassen. (Nicht wundern, wenn der Teig nicht gut aufgegangen ist. Durch die viele Butter bleibt er ziemlich klitschig.)

Den Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Den Teig in die gewünschte Anzahl Stücke zerteilen, diese kurz durchkneten und zu eiförmigen Kugeln formen. Backblech erst mit einer Lage Alufolie (glänzende Seite nach unten) und dann mit einer Schicht Backpapier auslegen. Die Teiglaibe (bei 4 Stollen 2 Stück pro Blech) auf das Blech legen und zur typischen Stollenform kneten.
Ca. 20cm breite Streifen Alufolie zweimal zu einer langen Manschette falten und um die Teigrohlinge legen. Dies verhindert zumindest ein wenig, dass sie beim Backen in die Breite zerlaufen.

Die Manschettenenden einfach zusammenfalten und festdrücken.

Die Stollen zunächst 30 Minuten backen, dann mit einem Stück Alufolie abdecken und weitere 20-30 Minuten backen (je nach Größe).

Aus der Mittel-Spalte kann man sich leicht ein Stückchen Teig zum Probieren mopsen :-)

Sofort nach dem Backen eventuell verbrannte Rosinen oder Teigränder herauszupfen bzw. abbrechen und danach die noch heißen Stollen rundherum mehrmals mit flüssiger Butter bepinseln. Wenn sie ein wenig abgekühlt sind, auch die Unterseite bestreichen. Die flüssige Butter sollte für alle Stollen komplett und gleichmäßig aufgebraucht werden. 
Achtung: Beim Umdrehen vorsichtig sein, da sie warm noch ziemlich weich und matschig sind und leicht zerbrechen.

Nun wieder etwas abkühlen lassen. Mit Hilfe eines Teesiebs als nächstes erst die Unterseite dick mit Puderzucker bestäuben. Auf die bezuckerten Seite ein Stück Alufolie legen, vorsichtig umdrehen und dann die Oberseite bestäuben. Auch hier nicht sparen: 1/4 Pck. Puderzucker pro mittleren Stollen verwenden.


Nach dem vollständigen Auskühlen, die Stollen in die Alufolie einschlagen und mit einer zweiten Lage Alufolie gut verpacken. Mind. 3 Wochen an einem kühlen, frostfreien, trockenen, dunklen Ort lagern, z.B. im Keller.

Unmittelbar vor dem Servieren kann der Stollen noch einmal mit etwas frischem Puderzucker "aufhübscht" werden.

Viel Vorfreude auf die Adventszeit und schließlich dann auch einen guten Appetit wünscht Euch
Eure Änny
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