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Donnerstag, 30. Juli 2015

Rien ne va plus - Au revoir! Auf Wiedersehen! C U soon!



Aus. Schluss. Vorbei. Dieses Blog ist Geschichte. Nach 2 Wochen schlafarmer Nächte und viel Arbeit ist mein Blogumzug zu einer eigenen Domain endlich erfolgreich abgeschlossen. Neues, aber natürlich auch alle alten Beiträge findet ihr auf meiner neuen Website:


Kein "ae" mehr und v.a. kein Blogspot-Anhängsel! Liest und tippt sich doch gleich viel unkomplizierte. ;-) 

Und das erwartet euch (zumindest optisch ;-)) auf meinem neuen  Blog...
 




Euch, meinen lieben Lesern, ♥lichsten Dank für's Kommentieren und das Feedback der letzten 5 1/2 Jahre! Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir trotz des Umzugs weiterhin "treu" bleibt und ab und an mal bei mir reinschaut. Und Kommentare sind natürlich weiterhin gerne gesehen ;-*

Liebe Grüße,



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Mittwoch, 8. Juli 2015

#MMI - Mittwochs mag ich... Maleika



Heute morgen habe ich zum ersten Mal in meinem Leben als Mama einen Kindergartenrucksack mit Frühstück gepackt. Das Fleischbärchen geht ja nun schon seit fast 9 Monaten in die Krippe. Normalerweise muss ich mich aber in Sachen Frühstück und Mittagessen um nichts kümmern, denn das wird alles dort in der Kita frisch zubereitet. Warum also heute nicht?


Weil Fleischbärchens Gruppe einen Ausflug in den Wildpark "Schwarze Berge" macht. Ein wenig seltsam fand ich es schon, das Kind morgens nicht in die Kita sondern zum Bahnhof zu bringen, und sie mit den Erzieherinnen und den anderen Kindern in einen Zug einsteigen zu sehen. Das ist es dann wohl, dieses berühmte "Loslassen"!

Warum die Krippengruppe allerdings diesen Ausflug macht, hat einen sowohl traurigen als auch freudigen Grund. Eine der beiden Erzieherinnen in Fleischbärchens Gruppe hat eine Stelle in Dubai in einer deutschsprachigen Kita ergattert. Ausgerechnet jetzt, wo unsere Maus sowieso schon ungern in die Kita geht und sie jeden Morgen bittere Tränen vergießt, geht "ihre Maleika" und eine andere Erzieherin wird dafür eingestellt werden - und das schon bereits ab nächster Woche! Natürlich werden sich die Kinder auch an die neue Erzieherin gewöhnen, aber es ist gerade jetzt ein sehr ungünstiger Zeitpunkt. Ja, ja, ihr habt ja Recht, es ist immer ein ungünstiger Zeitpunkt. ;-)




Aber dann ist da natürlich auch noch die schöne Seite der Medaille. Dubai! Was für eine einmalige Gelegenheit, ein fremdes Land, eine fremde Kultur kennenzulernen, dort zu leben und zu arbeiten, v.a. wenn man noch jung ist und am Beginn seines beruflichen Werdegangs steht.


Liebe Maleika,

auch wenn wir dich nur schweren Herzens ziehen lassen, wir freuen uns riesig mit dir und für die Kinder, die du in Dubai betreuen wirst. Und wir freuen uns, dass du diese tolle Chance wahrnehmen kannst und wünschen dir alles erdenklich Gute für die Zukunft. Die Hasenkinder werden dich sehr vermissen. Danke, dass du ihnen mit diesem Ausflug noch mal ein so tolles Abschiedsgeschenk machst. Ich hoffe, ihr könnt trotz des schlechten Wetters eine schöne Zeit zusammen verbringen, auf dass du dann mit wunderbaren Erinnerungen in dein neues Zuhause reisen kannst.

Mach's gut und pass auf dich auf!


Weitere #MMI-Beitrage findet ihr wie jede Woche auf Vanessas Blog Frollein Pfau.

Liebe Grüße,

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Montag, 11. Mai 2015

1000 Scherben Glück

Mein Mutterherz seufzt leise leidend. Das ist es also, das Ende der Stillzeit mit dem kleinen Ajan. In drei Tagen wird er 8 Monate und ich hatte doch solch euphorische Pläne.

Das Fleischbaerchen hatte ich 13 Monate gestillt - eine Stillzeit mit nicht gerade schönen ersten vier Monaten, in denen wir versuchten, die bittere Suppe auszulöffeln, die uns die Kinderkrankenschwestern im Geburtskrankenhaus eingebrockt hatten. Beim zweiten Kind sollte alles anders laufen. Ich wusste nun worauf ich achten musste, wählte ein babyfreundliches Krankenhaus als Ort der Geburt und ließ mir nicht mehr hineinreden, sondern vertraute auf meinen Mutterinstikt, so wie ich das beim 1. Kind auch hätte tun sollen. Zwar bekam ich trotzdem sehr schmerzhafte, rissige Brustwarzen, aber ich biss tapfer die Zähne zusammen. Ich wusste ja, wofür ich das alles in Kauf nahm, und ich hatte immer vor Augen dass die schöne Phase nicht mehr lange auf sich warten lassen würde. Nach dann doch wieder langen 6 Wochen wurde es schließlich besser. Die Wunden heilten und ich versorgte mein Baby ausschließlich mit einem Teil von mir - für mich immer noch ein Naturwunder!
Doch dann kam Fleischbaerchens Kitaeingewöhnung und etwa 4 Wochen später ging unsere winterliche Lazarettphase los. Angina, Magen-Darm, grippale Infekte, Mittelohr-, Neben- und Stirnhöhlenvereiterung - ich nahm alles (teils mehrfach) mit und war auf diese Weise den kompletten Winter dauerkrank. Trotzdem stillte ich weiter und der bei der Geburt ranke und schlanke Kleine Ajan mauserte sich zu einem richtig properen Kerlchen.
Nun muss ich sagen, dass ich von klein auf schon nie die properste Gestalt war. Ich krebste immer so an der Grenze zum Untergewicht und rang um jedes Pfund. Mein Problem war nie, Pfunde loszuwerden, sondern zu behalten oder gar auf die Rippen zu bekommen. Wie toll war es da, dass ich in der 1. Schwangerschaft 30 kg zunahm (davon allerdings zum Schluss 10kg Wasser) und in der zweiten 20kg. Ich sah wirklich endlich mal richtig gesund aus und fühlte mich wie ein rassiges Vollweib, eine Fruchtbarkeitsgöttin ;-) Doch schon nach der ersten Schwangerschaft hatte ich nach wenigen Monaten wieder mein Ausgangsgewicht erreicht. Und auch beim Kleinen Ajan lief es nicht anders. Innerhalb weniger Wochen waren die ersten 10kg trotz guter Fütterung und Rundumbetreuung durch meinen Mann wieder runter. Die nächsten 10 folgten "dank" Dauerkranksein dann im Laufe des Winters. Vor 2 Wochen stellte ich mich endlich mal wieder auf die Waage und bekam einen Schock. So konnte es nicht weitergehen. Heidi Klum und Kate Moss wären zwar vermutlich stolz auf mich, aber ich fühlte mich ausgemergelt und überhaupt nicht mehr schön und attraktiv.
Inzwischen hatte der Kleine Ajan allerdings schon fleißig begonnen, Brei zu essen. Ich nahm seine freudige Aufgeschlossenheit gegenüber pürierter Nahrung dankbar an. Das entlastete mich schon deutlich, auch wenn von einigen Seiten gleich die fast schon anklagende Nachfrage kam: "Warum gibst du denn Brei und nicht Fingerfood?" (Stichwort "baby led weaning") Er bekommt durchaus auch mal Fingerfood - das nur am Rande und ohne mich hier rechtfertigen zu wollen oder gar zu müssen ;-) - aber inzwischen futterte er 3 volle Breimahlzeiten und das Stillen hatte sich auf morgens, abends und nachts reduziert.

Nachts... das war das nächste Stichwort. Die Nächte waren immer noch der Horror. Ich hatte nicht den Anspruch, dass ein Baby nachts schläft, schon gar nicht mehr beim zweiten Kind. Seit Geburt hatte der Kleine Ajan nicht einmal eine Nacht offiziell durchgeschlafen (also 5h am Stück). Wenn wir auf 3 Stunden kamen, war das schon das höchste der Gefühle. Er wollte stattdessen alle 1-2h gestillt werden. Dabei ging es ihm auch tatsächlich nicht ums Nuckeln, sondern er trank jedes Mal. Dazu die fortwährenden Krankheiten, dann auch noch der tägliche Weg zur Kita, wenn ich mal wieder nicht mehr völlig flach lag (1/2h pro Strecke, vier Mal am Tag mit dem Kleinen Ajan in der Babytrage und dem Fleischbaerchen im Buggy). Wenn ich schon nicht zunehmen konnte, wollte ich einfach nur endlich mal wieder ein paar Stunden pro Nacht am Stück schlafen, auch wenn mir klar war, dass Durchschlafen in den meisten Fällen nichts mit Hunger zu tun hat. Beim Kleinen Ajan ahnte ich aber, dass er nicht zu "den meisten Fällen" gehörte.


An dem Morgen, als der erschrockene Blick auf die Waage fiel, fiel bei mir die Entscheidung: Zufüttern - mit dem vollen, schmerzlichen Bewusstsein, dass ich damit in Nullkommanix abstillen würde. Ich fütterte von da an erst einmal die eingeforenen Muttermilchvorräte und kaufte noch am selben Tag eine Packung Flaschennahrung. Seit etwa 2 Wochen stille ich nun noch morgens, oder besser gesagt, ich biete es an. Ich hatte mir "für mein Ego" vorgenommen, die 8 Monate Stillen noch "voll" zu bekommen. Doch mit rapide schwindender Milchmenge, schwand auch Klein Ajans Interesse. Heute morgen wurde schließlich nur noch kurz genuckelt und dann ohne mit der Wimper zu zucken fröhlich die Welt erkundet. Ich war regelrecht beleidigt. Eine Viertelstunde später erinnerte er sich wieder an den Hunger und die morgendliche Flasche wurde gierig getrunken. Vor einer Woche wäre dabei noch jedes Mal dieses verdammte Gefühl angekrochen gekommen, "ersetzt" worden zu sein. Mittlerweile ist es nur noch eine leise innere Abneigung: ich tue etwas, dass ich eigentlich immer noch nicht will, aber ich weiß und sehe, dass es, so wie es jetzt ist, gut für mein Kind ist. Und das ist doch eigentlich alles, was zählt, oder?

Ich bin wohl einfach ein undankbares Stück. Ich hadere weiter mit der Beraubung meiner liebsten Mutter"pflicht". Ich wollte dem Kleinen Ajan doch mindestens dasselbe bieten, was ich dem Fleischbaerchen schon zukommen ließ. Hätte ich es gekonnt und hätte er es gewollte, ich wäre wohl ein dieser von vielen schief beäugten Langzeitstillerin geworden. Ja, ich sollte dankbar sein, dass ich überhaupt trotz aller widrigen Umstände auf 8 Monate Stillzeit zurückblicken kann. Doch all diese Kommentare von Freunden, Bekannten und Familienangehörigen, die aufmunternd gemeint sind, regen mich manchmal trotzdem auf. Da fällt mir zum Schluss noch ein Zitat ein, das es für mich persönlich auf den Punkt bringt:



Liebe Grüße,

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Mittwoch, 9. Januar 2013

Es liegt ein Hauch von Abschiedsschmerz in der Luft, denn mein Mutterschutz ist vorbei. Unsere Hebamme war vorgestern zum letzten Mal bei uns, und auch zum Gynäkologen muss ich erst wieder in einem halben Jahr zu einem ganz normalen Vorsorgetermin. Aus und vorbei nun also die Schonfrist in der wir bemuttert wurden. Jetzt beginnt der Ernst des Elternlebens.
Aber auch der Spaß! Denn Emilia ist heute schon genau 8 Wochen alt und nimmt Tag für Tag immer mehr von ihrer Umwelt war. Sie teilt sich mittlerweile nicht mehr nur durch bloßes Schreien mit, sondern fängt an Laute wie z.B."grrr", "örrrö" oder "brrww" von sich zu geben. Das Schönste aber ist, dass sie nun endlich alles bewusst angrinst, was annähernd ein Gesicht hat, egal ob Kuscheltier, Holzengelchen am Weihnachtsbaum oder Mama und Papa. Es ist wirklich wunderschön mitzuerleben, wie aus diesem erst völlig hilflosen Bündel ein "richtiger Mensch", eine echte Persönlichkeit wird.

Euch allen übrigens noch nachträglich ein frohes neues Jahr. Ich hoffe ihr habt den Jahreswechsel gut überstanden. Bei uns ging es etwas turbulenter zu. :-)

Auch wenn sie tagsüber ein Sonnenschein ist, das abendliche Schreien unserer kleinen Emilia, das mittlerweile fast schon Normalität geworden ist, war am Silvesterabend besonders schlimm, aber nicht etwa, weil sie sich vor den Raketen und Böllern draußen gefürchtet hätte. Die interessierten sie nämlich nicht die Bohne. Die "Raketen und Böller" in ihrem Bäuchlein hingegen machten ihr mal wieder äußerst schwer zu schaffen. Hinzu kam noch eine große Portion Müdigkeit und eine ordentliche Prise Neugier (man darf ja um sich herum nichts verpassen), und heraus kommt ein 3 1/2 Stunden lang fast ununterbrochen durchschreiendes Baby. Soviel also zum Thema "Geruhsamer Jahreswechsel zu dritt". ;-)

Nichts half, um sie zu beruhigen, nicht einmal Mamas Milchbar, an der sie sonst genüsslich nuckelnd einschläft. Anfangs blieben mein Mann und ich noch ganz entspannt, weil wir das ja bereits kannten. Aber nach einer gewissen Zeit nagt die Lautstärke auch an den zähesten Nerven. Wenn dann auch noch das Kind seinen kompletten Mageninhalt (zumindest gefühlt) Schwall für Schwall wieder erbricht, dann wird einem schon Angst und Bange. Ist sie vielleicht krank? Hat sie sich womöglich einen Infekt eingefangen? Was hat Mama den Tag über gegessen, was sie nun vielleicht über die Muttermilch nicht verträgt? Und schließlich die alles umfassendende Frage: Bin ich als Elternteil einfach unfähig?

Irgendwann rief ich schließlich vor lauter Verzweiflung Frau Nachbarin an. Als sie zu uns kam und das mittlerweile herzerweichend verheulte Kind auf den Arm nahm, dauerte es noch ca. 5 Minuten und Emilia hatte sich beruhigt. Nach einem Wechsel aus Stillen und Schlummern war sie auch endlich so fertig mit der Welt, dass sie fest einschlief und den Jahreswechsel verpennte.
Ihr glaubt gar nicht, was für ein wunderschönes Gefühl das ist, im Schlafzimmer am Fenster zu stehen, das Feuerwerk anzuschauen und hinter sich im Bett ein friedlich schlummerndes Kind liegen zu wissen.
Viertel nach 12 lag Mama dann neben ihrer Tochter und schlief ebenfalls. :-)

Viele Grüße,
Eure verliebte Änny

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