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Dienstag, 7. Juli 2015

Urlaubsvorbereitungen: Der "Spass" mit dem Pass




Ich weiß, ich weiß! Wir sind eigentlich schon längst wieder aus dem Urlaub zurück. Aber ich hatte euch ja noch einen Eintrag über das Thema "Kinderreispässe" versprochen. Wofür eure Kind einen Reisepass braucht, wie ihr ihn beantragt und wie ihr selbst kostengünstig ein gültiges Passbild erstellt, erfahrt ihr heute hier. Viele wertvolle Tipps in nur einem einzigen Post! ;-)


Die Bahntickets sind gerade per Post ins Haus geflattert, die Koffer-Checkliste liegt seit Tagen bereit, die ersten Dinge sind auch schon eingepackt, die Vorfreude auf den Urlaub steigt von Tag zu Tag. Kann eigentlich losgehen, oder?
Holland, Nachbarland, gleiche Währung, sogar die Sprache ist für uns mit ein bisschen Sprachgefühl verständlich. Aber war da nicht was? Ich meinte, vor ein paar Monaten mal etwas über Ausweispflicht bei Kindern ab der Geburt gelesen zu haben, sogar im Europäischen Ausland. Und tatsächlich! Seit 26.06.2012 gilt: Alle Kinder, auch gerade erst geborene Winzlinge, benötigen im Ausland (EU- und Nicht-EU) ein Ausweisdokument. Das kann ein Personalausweis im Checkkartenformat sein, oder aber ein Kinderreisepass. Wir hatten Last Minute gebucht und in nicht einmal 2 Wochen sollte es schon losgehen! Was nun? Nach weiterer Recherche im Internet fand ich die für uns passende Lösung.

Der Kinderreisepass

Es gibt drei große Vorteile gegenüber dem Personalausweis:

  • Die Bearbeitungszeit: null Tage. Man kann ihn direkt vor Ort im Einwohnermeldeamt austellen lassen und sofort mitnehmen. 
  • Die Gültigkeit: Der Kinderreisepass ist weltweit und nicht nur im Innereuropäischen Ausland gültig. Die Dauer der Gültigkeit kann bis zu 6 Jahre betragen und dann noch einmal um bis zu weitere 6 Jahre, maximal bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres, verlängert werden.
  • Die Kosten: Mit nur 13 Euro pro Ausweis ist diese Variante im Vergleich zu den 22,80€ für einen Personalausweis (für Kinder) ziemlich erschwinglich. Auch eine Aktualisierung nach 6 Jahren kann sich mit 6 Euro durchaus sehen lassen.

Nachteilig ist eigentlich nur, dass er auf Grund des Heftformates nicht in die Brieftasche passt. Aber dann war da leider doch noch ein Haken...

Das biometriefähige Lichtbild


"Wie bitte, ein biometrisches Passbild von einem Kleinkind oder Säugling?" Ich muss gleich vorweg nehmen, die Auflagen sind da nicht ganz so streng, wie bei Erwachsenen, aber sollte man vorhaben, in ein Nicht-EU-Land zu reisen, dann sollte das alles schon seine Richtigkeit haben. Sonst kann es Schwierigkeiten geben. Da wir noch nicht wissen, wo wir in den nächsten Jahren unseren Urlaub verbringen werden, wollte auch ich also auf Nr. Sicher gehen. Über die Sinnhaftigkeit dieser Vorschrift werde ich hier jetzt nicht eingehen. Das hat der Papa Pelz nämlich schon erledigt. ;-)

Woher nehmen, wenn nicht stehlen? 


Vor ein paar Monaten ist der einzige Fotograf hier im Ort weggezogen. Mal abgesehen davon: das Fleischbärchen soll sich von einer fremden Person ablichten lassen? Nicht, dass ich da etwas dagegen hätte, aber nicht mal ich bekomme sie vor die Linse, ohne, dass sie nicht gleich wieder das Gesicht abwendet. ;-D Wenn, dann klappt das nur in einer vertrauten Umgebung mit vertrauten Personen und gaaanz viel Geduld und gutem Zureden. Vielleicht ist auch noch ein wenig Bestechung im Spiel. Also mal wieder das Internet befragen, was das dazu sagt.

Pimp my Passbild


Im Internet findet ihr mehrere Websites, auf denen man Portraitfotos hochladen kann und mit Hilfe einer Schablone online ein biometriefähiges Passbild erstellen kann. Erst einmal brauchte ich aber Fotos.

Ich schnappte mir also meine Spiegelreflexkamera und das erstbeste Kind, dass gerade da war, in diesem Fall den Kleinen Ajan, denn die Große war noch in der Kita. Ein wenig mulmig war mir schon zumute. Ich rechnete mit dem Schlimmsten und einer vollen Speicherkarte. Den Kleinen Ajan setzte ich auf ein Kissen vor die weiße Wand neben unserem Kamin, spielte ein bisschen Babyanimateurin "Hallo Ajan, guck mal hi-hiiiier. Da ist die Ma-ma!" und knipps, knipps, war die Sache im Kasten. Innerhalb von nicht mal einer Minute mit nur zwei Versuchen! Ich war verblüfft.
Am nächsten Morgen dann noch einmal dasselbe mit dem Fleischbärchen. Okay, ganz dasselbe war es dann doch nicht. 5 Minute und 16 Fotos später war aber auch diese Sache erledigt.

Nun wollte ich es aber wissen. Ich lud die Fotos von der Speicherkarte auf mein Laptop, bearbeitete noch etwas die Belichtung und lud sie bei einer der besagten Websites hoch. Ein bisschen hier geklickt und dort gedreht, und nun sollten sie schon fertig sein? Ging ja echt fix! Na, ob das das Amt das wohl auch so sehen wird? Das Format stimmt zumindest. Passfotos müssen ein Maß von 35X45mm haben.

Nun musste ich das Foto nur noch "zu Papier" bringen. Dazu kann man entweder bei den entsprechenden Anbietern dieser kostenlosen Dienste (dann allerdings natürlich kostenpflichtig) fertige Passbilder bestellen. In unserem Fall hätte das dann für zwei Kinder etwa 10 Euro gekostet. Das ist immer noch ein Schnäppchen gegenüber Passbildern vom Fotografen. Dort zahlt man gut und gerne 15 Euro pro Person und mehr.

Die Schwäbin in mir


Auch, wenn ich in der Gegend, wo ich geboren und aufgewachsen bin, nie als Schwäbin "durchgehen" würde, weil ich Hochdeutsch spreche, irgendwie scheint von diesem Klischee "Sparsamkeit" in diesen mehr als 20 Jahren doch etwas auf mich abgefärbt zu haben. ;-D Wie wäre es also, wenn man mit einem Fotoprogramm einfach selbst ein einzelnes Foto mit 6 Passbildern zusammenbastelt und dieses dann über die Drogerie des Vertrauens für ein paar Cent online bestellt und in der Filiale ein paar Tage später abholt - und dann vielleicht sogar noch mit einem kostenlosen Fotoprogramm?

Geht nicht? Gibt's nicht!

Kostenlose Fotoprogramme verwende ich persönlich gleich zwei (unter IOS 10.6.8). Das Einfachere ist hauptsächlich ein Verwaltungstool, das aber auch einige nette Funktionen mit sich bringt: Picasa. Damit mache ich übrigens auch immer diese tollen Collagen mit Schriftzug. ;-P Das zweite Programm ist ein waschechtes Grafikprogramm, dass sich an den großen, kommerziellen Vorbildern wie Corel Draw oder Adobe Photoshop orientiert. Im Prinzip reicht das anwenderfreundlichere Picasa.

Dazu habe ich einfach, tadaaaa, wieder eine Collage erstellt. Und Achtung, jetzt fahren wir ein wenig mit der Kirche um's Dorf, aber es ist komplizierter, als es sich anhört. Bei Picasa kann man leider keine Bilder in eine Collage doppelt oder mehrfach einfügen. Zumindest habe ich noch nicht herausgefunden, wie das gehen soll. Wenn ihr Tipps habt, lasst mir einen Kommentar da. ;-) 
Also half ich mir einfach damit, dass ich vom online erstellten, kostenlos heruntergeladenen Bild so oft eine Kopie erstellte (Menü "Datei" - "Eine Kopie speichern"), bis ich insgesamt 6 Bilder zusammen hatte. In meinem Fall waren das also 3 Bilder vom Kleinen Ajan und 3 vom Fleischbärchen. Nun kommen wir zum "Eingemachten", aber keine Angst, auch das wird nicht schwer. 

Ihr markiert diese sechs Fotos und erstellt eine Collage (Menü "Erstellen" - "Collage"). Es öffnete sich ein weiterer Tab. 
Im Reiter "Einstellungen" wählt ihr nun folgende Optionen: 
  • "Raster: Bilder in regelmäßigen Zeilen und Spalten anordnen"
  • Rasterabstand: Keine
  • Seitenformat: Benutzerdefinierte Seitenverhältnisse: (bitte in das Formular eingeben) 9 X 10.5 (Wichtig: mit Punkt nicht mit Komma)
  • Querformat
Anschließend klickt ihr auf "Collage erstellen".

Mit dieser Collage (und zwar nur dieser) erstellt ihr nun noch einmal eine weitere Collage mit folgenden Optionen:
  • "Fotostapel: Sieht aus wie ein Stapel verstreuter Fotos"
  • "Bilderrahmen: Nur das Bild ohne Rahmen"
  • Hintergrundoption: Deckende Farbe (Hier wählt ihr bitte irgendeine Farbe, die sich deutlich von weiß/grau abhebt, z.B. Rot.)
  • Seitenformat: 9X13 Kleindruck
  • Querformat
  • Schatten zeichnen: aus
  • Bildunterschriftenanzeigen: aus
Nun müsst ihr noch das Bild so groß ziehen, dass es an 3 Seiten genau mit dem Rand des Hintergrundes abschließt. Entweder rechts oder links bleibt ein Streifen des Hintergrundes sichtbar. Das sah bei mir dann so aus (natürlich im Original ohne Sternchen und ohne abgerundete Ecken ;-)):





Anschließend klickt ihr wieder auf "Collage erstellen". Die fertige Collage exportiert ihr nun mittels "Datei - Bild in Ordner exportieren" an einen Speicherort eurer Wahl auf eurem Computer.

Nun braucht ihr nur noch bei einem Anbieter eurer Wahl (z.B. einer Drogerie, die eine Filiale in eurer Nähe hat) das Foto mit dem Format 9X13 auf der Website oder mit der entsprechenden Bestellsoftware hochladen und bestellen. Bitte achtet dabei auf das tatsächliche Format des fertig gedruckten Bildes. Das solltet ihr auf jeden Fall noch mal im Kleingedruckten überprüfen, denn manche Anbieter werben mit 9X13-Format, haben aber in Wirklichkeit um wenige Millimeter größere oder kleinere Papierformate.

Wenn das Foto dann innerhalb von ein paar Werktagen entwickelt wurde, und ihr es entweder in der Filiale abgeholt habt, oder euch habt zuschicken lassen, braucht ihr die Einzelbilder nur noch ausschneiden. Fertig! Gar nicht so schwierig, oder? ;-)















"Darf ich ausstellen? Ihr Kinderreisepass!" - "Angenehm."


Und was macht ihr nun mit diesem Bild um an einen Kinderreispass zu kommen? Damit geht ihr nun zum Einwohnermeldeamt. Außerdem braucht ihr unbedingt:

- 13€ pro Kinderreisepass
- einen Identitätsnachweis eures Kindes (Geburtsurkunde, alter Kinderreisepass, Kinderausweis)
- einen gültigen Identitätsnachweis von Euch (Personalausweis, Reisepass)
- die Einverständniserklärung des 2. Erziehungsberechtigten, wenn er/sie bei der Ausstellung nicht anwesend sein kann (bei Anwesenheit braucht er ebenfalls einen gültigen Identitätsnachweis von sich selbst)
- bei nur einem Erziehungsberechtigten einen Sorgerechtsnachweis
- und ganz wichtig: euer Kind! Dieses muss bei der Erstellung mit anwesend sein! Also nichts mit "Schnell mal hin, während das Kind in der Kita ist!".


Das Foto wird eingescannt. Das könnt ihr danach also sogar wieder mitnehmen und für einen anderen Zweck verwenden. Und den Kinderreisepass bekommt ihr direkt auf die Hand! Wenn man alles parat hat, ist das eine wirklich einfach Geschichte. Das Passbild ist der komplizierteste Teil. Aber ich kann euch verraten: unser Passbild war einwandfrei gültig und wurde anstandslos akzeptiert.
Mission Reisepass erfolgreich abgeschlossen, und das Ganze für nicht einmal 15€ pro Pass inkl. biometrisch lesbarem Lichtbild.





Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht inn Bürokratiedunkel bringen.
Liebe Grüße,



PS: Ihr wollt es noch mal ganz genau wissen? Alle wichtigen, offiziellen Infos zum Thema Ausweisdokumente vom Personalausweisportal des Bundesminiteriums für Inneres findet ihr hier, zusammengefasst in einem praktischen pdf-Format.

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Donnerstag, 25. Juni 2015

#Urlaub - Tag 1 - Anreise




Endlich ist er fertig, mein ausführlicher Urlaubsbericht unseres ersten Familienurlaubs zu viert. Was wir alles erlebt haben, könnt ihr in den nächsten Tagen hier lesen. Ich werde jedem Urlaubstag einen einzelnen Blogeintrag mit vielen, vielen Fotos widmen. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen! :-)



Fünf Minuten vor 6 stand das Fleischbärchen in unserem Schlafzimmer: "Ich bin wach. Heute ist Urlaub??" Ja, die Vorfreude war schon Tage zuvor groß, aber ich muss zugeben, wir hatten sie auch ein wenig getriggert. *gnihihihi* ;-)

Also raus aus den Federn. Und natürlich ließ sich Hektik doch nicht vermeiden. Zeit für ein Foto des wunderschönen Morgenhimmels musste trotzdem sein.




Dann mussten die letzten Kleinigkeiten noch eingepackt, gleichzeitig das Frühstück gemacht und die Kinder versorgt werden. Ich sage nur soviel: beim nächsten Mal wird alles besser. :-D Dann packen wir wirklich alles was geht schon am Vortag. Na ja, oder zumindest frühstücken wir vor dem Packen. Hunger macht uns alle in der Familie nämlich zu verbal beißwütigen Bestien.

Schließlich schafften wir es doch noch mit Ach und Krach alles zusammenzupacken. Bis auf die Kameratasche. Die blieb versehentlich zuhause, was uns aber natürlich zu dem Zeitpunkt noch nicht auffiel als um 7:50 das Taxi vor der Tür stand. Das brachte den Papa Pelz, das Fleischbärchen und unseren 20-Kilo-"Ich-konnte-nicht-per-Post-verschickt-werden"-Koffer zum Einwohnermeldeamt. Der Kleine Ajan und ich machten uns zu Fuß mit dem ebenfalls schwer beladenen Kinderwagen auf den Weg.




Die daraufhin folgenden Begebenheiten lassen sich schnell zusammenfassen:


Rechtschreib- und Tippfehler gibt's hier übrigens gratis dazu! ;-) Wenigstens klappte das mit den Reisepässen für die Kinder einwandfrei...




... und so schnell, dass der Papa Pelz nicht nur noch mal schnell die Kamera von zuhause holen, sonder wir sogar auch eine S-Bahn früher losfahren konnten. Ein wenig "Verlust" gab es auf dem Weg zum Bahnhof. Auf dem folgenden Foto seht ihr im Hintergrund das Fleischbärchen auf einem Laufrad. Letzteres machte einige Sekunden nach Aufnahme des Fotos plötzlich laut "Pfffff...". Plattfuß! So ein Mist! Das nahm dann der Papa Pelz gleich wieder mit nach Hause, als er die vergessene Kamera holte. Trotzdem wirklich, wirklich schade! :-(




Aber da wir noch so viel Zeit hatten, stiegen wir nicht wie geplant in Hamburg Harburg, sondern am Hauptbahnhof um und hatten genug Zeit, um Kaffee und Snacks zu organisieren.




Doch was wäre eine Reise, wenn ab jetzt alles glatt laufen würde. Dann hätte man ja überhaupt nichts zu erzählen. Die nächste Überraschung erwartete uns auf dem Gleis, auf dem wir überpünktlich 20 min vor der Zeit eingetroffen waren, als der ICE einfuhr.


Ich hätte in dem Moment echt einen Wutanfall bekommen können, v.a. weil uns das nicht zum ersten Mal passiert ist. Aufregen nützte aber ja nun mal nichts. Immerhin wurde nicht wieder auf die letzte Minute das Gleis gewechselt. (Das hatten wir bei der letzten großen Bahnfahrt zu meinen Eltern nach Süddeutschland.) Nun gut, der Papa Pelz sprintete außen mit Kinderwagen und Fleischbärchen am Zug entlang, und ich kämpfte mich derweil innen von Wagen zu Wagen durch den Zug. Irgendwie schafften wir es dann doch noch, alle vier unsere reservierten Plätze zu erreichen.

Dann hatten wir sogar ein wenig Glück. Wir hatten unsere 4 Plätze - jeweils zwei und zwei - hintereinander gebucht, weil nichts anderes mehr verfügbar gewesen war - leider auch kein Kleinkindabteil, das ich ja in meinem Blogpost "Entspannt Reisen mit Kindern" bereits als so praktisch gelobt hatte. Doch ein paar Sitzreihen weiter waren an einem Tisch diejenigen, die dort reserviert hatten, nicht eingestiegen, und so ergatterten wir einen 4er-Tisch für uns. Das machte die Sache mit der Kinderbelustigung deutlich einfacher.

Als der Kleine Ajan dann müde wurde, aber vor lauter Gucken nicht einschlafen konnte, machte der Papa Pelz einen Ausflug mit dem Fleischbärchen ins Bordbistro, während ich in unserem Wagen mit dem Minipelz in der Trage auf und ab lief. Irgendwann war er dann endlich im Träumeland und ich konnte in Ruhe meinen Kaffee trinken und noch fünf Minuten abschalten. Die voran gegangene Nacht war nämlich nicht so berauschend. Beide Kinder brauchten lange zum Einschlafen und schliefen sehr unruhig. Zeit, wenigstens jetzt die Seele ein wenig aufzutanken...




Schließlich erreichten wir unseren zweite Umsteigebahnhof: Osnabrück.




Der Umstieg verlief problemloser, als erwartet, auch wenn wir keinen Aufzug fanden und so den Kinderwagen eine Treppe hinuntertragen mussten.




Auch die 2. Etappe im Fernreisezug machte dem Fleischbärchen (dass die meiste Zeit mit den im ICE geschenkt bekommenen Stiften malte) und besonders dem Kleinen Ajan Spaß. Echte Bahnkinder! ;-)



 
Dieses Mal fuhren wir mit einem IC. Es gab unseren mitgebrachten Mittagssnack - alles, was sonst zuhause in unserer Abwesenheit verdorben wäre: Äpfel, Tomaten und Gurken. Nicht im Bild, aber sehr lecker: Heiße Miniflammkuchen aus dem Bordbistro.




Dann hieß es:




Unser nächster und damit dritter Umstieg war Mariënberg, und nein, das war immer noch nicht der letzte. ;-) Ab hier ging es in einen niederländischen Zug.




Und was gab es da?






Für diesen Streckenabschnitt brauchten wir gerade mal gute 40 Minute, aber nun zeigte sich doch deutlich, dass das Fleischbärchen keinen Mittagsschlaf gemacht hatte. Es wurde gequengelt, gejammert, Unsinn gemacht, sich dabei weh getan, geweint usw.. Was da prima half, war - wie so oft - Ablenkung. Wir schauten aus dem Fenster und "suchten" Tiere, besonders Pferde, was nicht weiter schwer war, denn die Niederländische Provinz "Drenthe", in der wir uns bereits befanden und die auch unser Urlaubsort für die nächsten 8 Tage sein sollte, ist berühmt für seine Pferde. Überall auf den malerisch von Wäldern eingerahmten Wiesen sieht man sie. Und als wir dann auch noch erklärten, dass es dort, wo wir hinfahren, auch einen Ponyhof gibt, war die Müdigkeit erst mal vergessen.

Unser nächster Umstieg war Almelo. Das Wetter war super und viel wärmer als angesagt. Ein toller Auftakt in den Urlaub...




... bis wir im Zug standen und uns das Herz in die Hose rutschte: "Wo ist die Kameratasche?" Ich verfiel für einen kurzen Moment in Panik. Zum Glück schliefen beide Kinder, nun auch endlich das Fleischbärchen. Sie bekamen von der ganzen Sache und dem Gespräch mit dem wirklich super netten, hilfsbereiten Zugbegleiter nichts mit. Ja, auf dem folgenden Foto sieht man mir den Schock noch ziemlich an



Nach ein paar Minuten hatten wir nachvollzogen, wo wir die Tasche liegen gelassen hatte. Papa Pelz twitterte sogleich...


Und was soll ich sagen, es meldete sich doch tatsächlich ein echter Lokführer der DB, der über Funk versuchte, die Lok des Zuges zu erreichen, in dem unsere Kamera gerade nach Amsterdam fuhr. Doch leider konnte er uns nicht weiterhelfen, weil sich der Zug ja bereits in den Niederlanden und damit im Ausland befand und die deutsche Lok aber, wie bereits berichtet, in Bad Bentheim abgekoppelt worden war.

Trotzdem war die Flut der Reaktionen atemberaubend. Über 400 Retweets, davon der Großteil in den ersten paar Stunden. Papa Pelz' Handy hörte gar nicht mehr auf zu summen.

Schließlich fanden wir heraus, dass wir uns an die Lost-and-Found-Hotline des Amsterdam Centraal (Hauptbahnhof in Amsterdam) wenden mussten. Leider ließ unsere Roaming-Vertragserweiterung keine niederländischen 0900er Nummern zu. Was tun? Erst einmal zum Ferienhaus und dort noch mal in Ruhe über WLAN versuchen, irgendwas in Erfahrung zu bringen.

Wir stiegen also wie geplant in Emmen zum letzten mal an diesem Tage aus einem Zug und suchten den Bussteig, an dem unser Bus zum Ferienpark abfahren sollte, was nicht weiter schwer war.




Das Fleischbärchen schlief übrigens immer noch und auch noch eine ganze Weile im Bus.





Erst als wir bereits aus dem Bus ausgestiegen und ein Stück den kurzen Weg Richtung Ferienpark gelaufen waren, wachte sie auf. Und was sah sie da? Ponys und eine große Wasserrutsche. Das beeindruckte mächtig, v.a. so kurz nach dem Aufwachen.

Wir gingen erst einmal ins große Hauptgebäude, um uns an der Rezeption anzumelden, die Schlüssel in Empfang zu nehmen und gleich einen Tisch im Restaurant für das Abendessen zu reservieren. Und dann ging es los. Vorbei an vielen, niedlichen reetgedeckten Häusern schlängelte sich der Weg bis in den Wald. Tadaaaa... unser Feriendomizil für insgesamt 8 Tage:




Ich war gleich verliebt. Von außen sah das Haus schon mal vielversprechend aus. Sehr gut war auch, dass die Nachbarhäuser gerade nicht bewohnt zu sein schienen. Doch wie sah es nun innen aus?

Nach dem Öffnen der Tür standen wir zunächst in einem hohen Flur in dem eine steile Holztreppe nach oben ins Dachgeschoss führte. Der erste Eindruck war für mich ein wenig ernüchternd, weil der Flur dadurch, dass hier bis zum Giebel hoch keine Decke eingezogen worden war, etwas zugig und ungemütlich wirkte. Aber das erste Betreten des Wohn-/Essbereichs mit geräumiger Küchenzeile, die keine Wünsche offen ließ (Spülmaschine, Backofen-/Mikrowellenkombi, Gasherd mit 4 Kochfeldern usw..) machte das wieder wett. Das extra dazu gemietete Laufgitter stellten wir selbst schnell auf und räumten die Sitzecke ein wenig um, damit die Kinder Platz zum Spielen und keine Möglichkeit hatten, sich am DVD-Player zu schaffen zu machen. ;-)

 
Nachdem wir uns ein wenig sortiert, grob ausgepackt und der Papa Pelz und ich den ersten Kaffee aus der im Haus vorhandenen Padmaschine genossen hatten, ging es los zum Familienrestaurant, wo wir um 6 Uhr einen Tisch zum Abendessen reserviert hatten.



Das Restaurant selbst wird von einem Pächter betrieben, gehört also eigentlich nicht zum Park, befindet sich aber auf dem Gelände. Wir hatten bei der Onlinebuchung des Hauses ein 3X-3-Gänge-Menü-Arrangement mit Preisnachlass dazu gebucht.

Das Essen war sehr lecker. Auch dem Fleischbaerchen schmeckte es: für sie bestellten wir einen typisch Niederländischen "pannekoeken" von der Kinderspeisekarte.




Das Tollste war aber die wirklich sehr große Spielecke, die wie der Indoorspielplatz des Parks, "Bartjes Boerderij" (Barjtes Bauernhof) hieß. Hier gab es Lego, Holzspielzeug und sogar einen Puppenherd. Vor und nach dem Essen war unsere Maus beschäftigt und wir musste uns nur noch um den Kleinen Ajan kümmern und konnten unser Essen genießen. Endlich Urlaub!



Um kurz nach neun waren wir schließlich wieder in unserem schönen "Drenther Bauernhaus". Die Kinder schliefen schnell ein und so konnten wir den doch ziemlich anstrengenden Tag noch entspannt mit einem Glas Wein, Oliven und etwas Süßkram, alles Sachen die wir vor dem Abendessen im kleinen Parksupermarkt neben dem Restaurant gekauft hatten, ausklingen.





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Sonntag, 14. Juni 2015

Unser Wochenende in Bildern - Juni '15 KW 24


Dieses Mal hatten wir ein ganz normales Familienwochenende zu Viert. Ein bisschen Hausarbeit, ein bisschen Urlaubsvorbereitung, aber natürlich auch Spiel und Spaß. Weitere #WiBs findet ihr wie immer hier bei Susanne auf "Geborgen Wachsen".


Samstag


Samstag morgen. Die Kinder sind leider schon (viel zu) früh wach. Also schnelles Standardfrühstück.


Danach dann mal etwas erledigen, was ich schon lange machen wollte: der Teddy vom Kleinen Ajan hat ein Loch, dass genäht werden muss. Die Naht ist nach dem allerersten Mal Waschen aufgegangen. Wenn ich mir überlege, dass mein Teddy derselben Marke schon über 30 Jahre alt ist und noch nie(!) eine reparaturbedürftige Blessur hatte! :-(


Draußen hängt der Papa Pelz währenddessen die Wäsche ab und das Fleischbärchen sortiert die Klammern in den Korb.


Bei dem schwülwarmen, drückenden Wetter explodiert förmlich die Rosenhecke.


Zum Mittag brate ich frischen Lachs, den ich bereits am Freitag vom mobilen Fischstand vor unserem Supermarkt gekauft habe. Dazu gibt es Reis mit Soße und die Reste des Gurkensalats vom Vortag. Lecker!

 Am Nachmittag, als die Kinder schlafen, nehme ich mir ein wenig Zeit zum Bloggen. Der Papa Pelz serviert mir eine Cola mit einer Scheibe Zitrone. Genau das Richtig bei diesem Wetter.


Am Nachmittag zieht es dann schließlich immer mehr zu. Wir wagen es gar nicht mehr, hinaus in den Garten zu gehen, sondern spielen gleich drinnen, u.a. mit meinem alten Fisher Price Plattenspieler, der immer noch voll funktionstüchtig ist.


 Dann wird es dunkel...


... und es stürmt, gewittert und gießt. Das ganz große Unwetter bleibt aber zum Glück aus. Der Garten freut sich über die dringend benötigte Dusche!



Am Abend ist dann - wie praktisch jeden Abend in den letzten paar Wochen - Halligalli bei den Kindern angesagt. Besonders der Kleine Ajan kommt mal wieder nicht zur Ruhe. Um halb 10 haben wir dann endlich Feierabend.



Sonntag


Auch diese Nacht ist wieder kurz. Da es draußen alles andere als gemütlich ist, sparen wir uns das eigentlich geplante Brötchen holen und essen wieder mal Müsli ;-)


Danach geht es raus. Der Regen am Vortag hat den Pfingstrosen im Garten mächtig zugesetzt. Zum Glück habe ich sie kurz vor dem Gewitter noch einmal fotografiert.



Ein Thema, dass an diesem Wochenende immer wieder aufkommt, ist das Trockenwerden von Fleischbärchen. Letztes Wochenende hatte es ja zum ersten Mal geklappt mit dem Töpfchen und wir hatten von da ab tagsüber die Windel weggelassen. Mit dem Erfolg, dass ich sie jeden Tag in Wechselklamotten aus der Kita abholen musste. Ich hatte nur so viel mitbekommen, dass das Fleischbärchen entweder zu spät Bescheid gesagt hatte, oder die Erzieherinnen nicht schnell genug reagiert hatten. Jedenfalls schien irgendetwas sie mächtig zu bewegen, denn seit etwa Donnerstag oder Freitag wollte sie partout nicht mehr aufs Töpfchen. Was ist da nur los gewesen? Wir versuchen nun auf jeden Fall erst mal keinen Druck zu machen. Das Dilemma ist nur, dass sie weder auf's Töpfchen gehen noch in die Windel machen will. Sie hält ein, bis es weh tut! Jedes Mal, wenn sie also eigentlich mal müsste, gibt es einen Eiertanz, begleitet von viel Weinen und Geschrei und ich weiß einfach nicht, wie ich ihr helfen kann. Im Moment bin ich in den Momenten einfach nur für sie da. Trotzdem ist es irre anstrengend und ich mache drei Kreuze, wenn es endlich klappt. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit eigenen Kindern gemacht? Über Kommentare und Tipps wäre ich seeehr, sehr dankbar!


Aber zurück zu unserem Wochenende. Vor dem Mittagessen machten wir einen Spaziergang mit Kinderwagen und Laufrad durch einige gerade neu fertig gestellte Straßen in unserer Siedlung.


Auch der neue Bolzplatz wurde begutachtet. Noch ist er allerdings abgesperrt, weil der echte Rasen rund um das Kunstrasenspielfeld noch wachsen muss.

Zum Mittag zauberte der Papa Pelz (schon das 2. Mal in diese Woche, ich weiß ;-)) leckere Pizza, allerdings selbst belegt. Nur der Teig war ein fertiger aus dem Kühlregal. Der Papa Pelz hat seiner Kreation sogar einen Namen gegeben: Käpapi! :-D



Die Kinder zum Mittagsschlaf im Bett und gibt es Espresso für die Elternfraktion ;-)







Und nachdem die Kinder wieder wach sind, folgen auch noch Kekse und Äpfel. Trennkost! ;-)




Den Rest des Nachmittags verbringen wir mit Spielen...




... und den eher lästigen Alltagspflichten. Heute ist mir letzteres aber gar nicht mal sooo unangenehm, denn die Vorfreude auf den Urlaub und die Aussicht, dass wir es dann schön sauber haben werden, wenn wir wieder nach Hause kommen, machen alles wett.




Zum Tagesabschluss ging es noch ab in die Wanne. Beide Kinder sind zum Glück relativ schnell eingeschlafen. So haben wir seit Längerem endlich mal wieder die Möglichkeit, einen geruhsamen (Tatort)Abend zu zweit zu verbringen. ;-)


Hattet ihr auch alle ein schönes Wochenende?


Liebe Grüße,






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